Standards der Weiterbildungen im Verein

Bereits auf dem ersten Anbietertreffen am 01. Dezember 2018 in Schwerte haben die anwesenden Dozent*innen der Weiterbildungen Standards zu Weiterbildungen im Verein beschlossen. Diese wurden beim Anbietertreffen am 23. November 2019 in Hitdorf noch einmal bestätigt und gelten somit für alle momentan und zukünftig vernetzten Anbieter im Verein!

Vernetzung der Anbieter von Weiterbildungen im Verein
Mitglieder des Vereins pflegen einen respektvollen, aktiven, offenen Austausch mit dem Ziel die Vernetzung und Qualität im Bereich der Hundegestützten Pädagogik zu fördern und Synergieeffekte zu nutzen!

Regelmäßig finden einmal jährlich (am letzten Novemberwochenende) Austausch-Treffen der im Verein vernetzten Anbieter statt.

Eine Weiterbildung
1. wird von qualifizierten Dozent*innen aus den Bereichen Pädagogik, Kynologie und TGI durchgeführt. Die Qualifikation umfasst eine qualifizierte Grundausbildung als Hundetrainer*in und/oder Pädagog*in und mindestens zwei Jahre praktische, professionelle Tätigkeit in den Bereichen. Eine Weiterbildung zur Tiergestützten Intervention, die Erlaubnis nach § 11 TierSchG und regelmäßige Fortbildungen von mindestens 16 Stunden in zwei Jahren sind ebenfalls Voraussetzungen im Weiterbildungs-Team.

2. hat mindestens einen Umfang von 60 Präsenzzeitstunden über einen längeren Zeitraum in Theorie und Praxis (keine Kompaktangebote).

3. erfolgt, ebenso wie der Einsatz im schulischen Bereich, immer im Mensch-Hund-Team.

4. bezieht sich auf die Prager Richtlinien der IAHAIO von 1998. Die Hunde werden auf Basis positiver Verstärkung trainiert und geführt und artgerecht gehalten und eingesetzt.

5. erfordert als Voraussetzung keine Begleithundeprüfung und keinen Eingangstest. Ggf. darf ein Test nur im Team ohne Schreckreize erfolgen und die Anforderungen an den Hund müssen so gestellt sein, dass er den Test nicht fehlkonditioniert verlässt.

6. qualifiziert dazu, die individuellen Stärken und Schwächen des Hundes und des Teams zu erkennen und angepasste Planungen und Handlungsweisen zu entwickeln.

7. leitet dazu an, die Hunde artgerecht und begrenzt einzusetzen und sie nicht zu instrumentalisieren, sondern ihre aktive Selbstständigkeit zu fördern.

8. umfasst Inhalte, die auf dem aktuellen Stand der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse beruhen.

9. endet mit einer Abschlussprüfung, die aus einer theoretischen und praktischen Prüfung und einem Kolloquium besteht. Der Hund muss dazu mindestens 18 Monate alt sein und ein Einsatzkonzept muss vorgelegt werden.

Für einen dauerhaften qualifizierten Einsatz der Hunde ist es erforderlich, dass
1. die Hupäschler*in regelmäßige Fortbildungen absolviert (mind. 16 Stunden in 2 Jahren)
2. das Team regelmäßig nach ca. 18 Monaten überprüft wird.