Hunde haben Probleme mit Umarmungen

Der Psychologe und Tier-Experte Dr. Stanley Coren analysierte 250 Fotos von umarmten Vierbeinern, um negative Körpersprache zu finden und veröffentlichte seine überraschenden Erkenntnisse.

So vermeiden umarmte Hunde Blickkontakt, schließen ihre Augen oder falten ihre Ohren nach unten. Auch das Anheben einer Pfote oder einfaches Gähnen sind Stress-Signale. Es handele sich dabei auch nicht um Ausnahmen – ganze 82 Prozent der Tiere auf den Fotos zeigten mindestens eines dieser Merkmale. Nur knappe acht Prozent der Hunde waren sichtbar glücklich zu sehen – der Rest wurde als neutral oder nicht eindeutig eingestuft. Das Fazit: Unsere geliebten Vierbeiner mögen wohl wirklich keine Umarmungen.

Warum ist das so?
Hunde werden als sogenannte Fluchttiere bezeichnet. Das bedeutet, dass sie in heiklen Situationen nicht direkt knurren oder beißen, sondern lieber einfach wegrennen. Umarmungen nehmen den Tieren diese Freiheit und versetzen sie dadurch automatisch in Stress oder sogar Panik. Besonders ängstliche oder aufgebrauste Hunde können dann sogar durchaus mal zubeißen. Viele mögen ihre Besitzer aber auch so sehr, dass sie ihre herzigen Umarmungen trotzdem tolerieren. Da auch nicht alle Tiere gleich sind, werden manche der Vierbeiner sogar liebend gerne geknuddelt. In den meisten Fällen freuen sich Eure pelzigen Freunde aber viel mehr über ein Leckerli oder eine schöne Streicheleinheit.

http://www.bigfm.de/buzzhaltestelle/22856/hunde-umarmungen-moegen

Kommentar zum Urteil des Finanzgerichtes RLP vom 12. März 2018

Manfred Erbar vom AK Schulhund RLP veröffentlichte am 12.04.2018 folgende Meinung zum Urteil unter https://schulhund.bildung-rp.de/aktuelle-informationen/aktuelle-links.html

„Das Urteil des Finanzgerichtes Rheinland-Pfalz mag für den ein oder anderen auf den ersten Blick enttäuschend erscheinen, ist für mich aber nachvollziehbar.

Dabei möchte ich einen Satz hervorheben:

Ein „Schulhund“ könne den Unterricht durchaus bereichern, die Lehrtätigkeit sei hingegen nicht vom Einsatz eines solchen Tieres abhängig.

Die Sinnhaftigkeit und der Nutzen eines Schulhundprojektes werden also durch das Finanzgericht nicht in Frage gestellt.

Dies darf man ruhig als zumindest indirekte Anerkennung der Schulhundarbeit werten.

Die (erfolgreiche) Tätigkeit einer Lehrerin oder eines Lehrers hängt nicht vom Einsatz eines Schulhundes ab.

Das hängt sie natürlich nicht. Die überwiegende Mehrzahl der Lehrerinnen und Lehrer in RLP setzt keinen Schulhund ein und leistet „trotzdem“ wichtige anerkennenswerte Arbeit. Und die Kolleginnen und Kollegen, die einen Schulhund einsetzen, arbeiten auch dann erfolgreich mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen, wenn der Schulhund nicht anwesend ist.

Eine solche Abhängigkeit wäre zudem mit einer gewerblichen Nutzung des Schulhundes gleichzusetzen und würde §11 Tierschutzgesetz in seiner jetzigen Form greifen lassen, was mit einer Einzelgenehmigung für jedes Projekt durch das zuständige Veterinäramt und einem Sachkundenachweis verbunden wäre.

Der AK-Schulhund RLP begrüßt zwar den Nachweis von Sachkunde für ein Schulhundprojekt, auch und gerade in Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern, möchte aber eine auf die spezifischen Bedürfnisse ausgerichtete Form (in Inhalt und Umsetzung) erreichen.

Insbesondere sieht der AK den Schulhund in erster Linie als Familienhund (siehe Selbstverpflichtung). Ein Leben als Diensthund wie zum Beispiel bei der Polizei ist keinesfalls gewollt und würde den ausschließlich pädagogischen Einsatzzielen entgegenwirken.“